Um den Balkan von den Türken zu befreien, drangen im Jahre 1689 die kaiserlichen Heere in Albanien und Macedonien (Illyricum) ein. Die dort lebenden Serben und Albanesen erhoben sich ebenfalls gegen die Türken. Durch die erfolgreichen Kämpfe ermutigt, erließ am 6. April 1690 Kaiser Leopold einen Aufruf an die Serben in dem er ihnen versprach, ihre Freiheit und alten Rechte zu gewähren, wenn sie sich den kaiserlichen Truppen anschließen.
Die Misserfolge im Kampf gegen die Türken in Bosnien zwangen die Serben im Jahre 1690 ihre Heimat Amselfeld und Metochia zu verlassen. Um der Rache der Türken zu entgehen, flohen sie unter Anführung ihres Ipeker Patriarchen Arsenije Tscharnojewitsch zur Donau und Save. Kaiser Leopold I. gestattete ihnen den Übertritt auf kaiserliches Gebiet, gewährte ihnen Glaubensfreiheit und Rechte und Schutz auf die Erhaltung ihres Volkstums und ihre Kirche. Sie kamen als Flüchtlinge und behielten sich urkundlich das Recht auf eine Rückkehr in ihre alte Heimat vor, sobald diese von den Türken befreit werde. Unter dem Schutz des Kaisers ergossen sich die Serben über das ganze menschenleere, von den Türken befreite Südungarn und nahmen die besten und schönsten Gebiete in Besitz. Sie besiedelten Srem, (Syrmien) Slawonien, die Batschka. Einige Familien besuchten ihre in Betschkerek, Betsche und an der Donau entlang lebenden Artverwandten, die unter Anführung des Despoten (Reichsgrafen) Djuradj Brankowitsch (1367 – 1456) vor den Türken bereits im 15 Jahrhundert nach Südungarn flüchteten, ließen sich nieder und gründeten dort mit diesen gemeinsam serbische Niederlassungen. In dieser Zeit ließen sich auch die von Tscharnojewitsch angeführten Serben in Senta, Alt- und Neubetsche, Werschetz usw. nieder und gründeten serbische Siedlungen. Aus diesen Anführungen ist ersichtlich, dass die meisten Serben „unsere Austreiber“ auch erst während und nach den Befreiungskriegen von der Türkenherrschaft in das Banat kamen.